Zeitumstellung: Heizung an. CO-Melder auch?

15.10.2026
Feuerwehr
Kohlenmonoxid ist tödlich. Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid (CO), ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot. Darüber hinaus kann das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen, so dass es auch in Räumen auftritt, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet. Alle Faktoren zusammengenommen machen CO so heimtückisch. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen. https://www.co-macht-ko.de/
  • https://www.co-macht-ko.de/Mit Beginn der Heizsaison steigt auch das Risiko von Kohlenmonoxid (CO) an, weil verschiedene Heizungsquellen bei unvollständiger Verbrennung das giftige Gas freisetzen können.
  • Die Initiative „CO macht KO“ erläutert, warum es erforderlich ist, die Heizungsanlagen und Feuerstätten regelmäßig zu kontrollieren und einen CO-Melder zu installieren.
  • Nur CO-Warnmelder warnen rechtzeitig vor gefährlich hohen Kohlenmonoxidmengen.

Berlin, 25. Oktober 2026 – Am 25. Oktober werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Für die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen “CO macht K.O.“ ist das der ideale Zeitpunkt, um die Sicherheit im eigenen Zuhause in den Blick zu nehmen. Nicht nur eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlagen und Feuerstätten ist wichtig – auch die Installation von CO-Meldern sollte geprüft werden.

Gefahr für CO-Vergiftungen steigt in der Heizsaison

Wenn es draußen früher dunkel wird, machen wir es uns drinnen gemütlich. Der Kamin wird zum ersten Mal seit Monaten wieder angefeuert oder der Ofen sorgt für wohlige Wärme und die Gas-Therme läuft auf Hochtouren. Auch ein langes heißes Bad gehört für viele zur kalten Jahreszeit dazu.

Doch mit dem Start der Heizsaison rückt auch die Gefahr durch Kohlenmonoxid (CO) in den Fokus. Überall dort, wo Gas, Öl, Holz oder Kohle verbrannt werden, kann bei einer unvollständigen Verbrennung giftiges CO entstehen. Mögliche Quellen sind Gasheizungen und Gas-Thermen, Kamine und Öfen. Besonders tückisch: Die Ursache für eine erhöhte CO-Konzentration muss nicht zwingend in der eigenen Wohnung liegen, denn das Atemgift kann auch durch Wände und Decken dringen.

Warum Kohlenmonoxid so gefährlich ist

Menschen können das Gas nicht wahrnehmen, denn es ist farb-, geruchs- und geschmacklos. Tritt beispielsweise ein technischer Defekt auf oder sind die Zu- oder Abluftwege der Feuerstätte blockiert, kann das Gas in Innenräume gelangen und sich dort unbemerkt ausbreiten.

Eine CO-Vergiftung macht sich häufig durch unspezifische Beschwerden bemerkbar: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Müdigkeit können erste Anzeichen sein. Gerade im Herbst und Winter besteht die Gefahr, diese Symptome mit einer Erkältung oder Grippe zu verwechseln. Steigt die Kohlenmonoxid-Konzentration weiter an, können Bewusstlosigkeit und schwere gesundheitliche Schäden die Folge sein. Im schlimmsten Fall ist eine CO-Vergiftung tödlich.

CO-Melder warnen vor der unsichtbaren Gefahr

Da die menschlichen Sinne Kohlenmonoxid nicht wahrnehmen können, sind CO-Melder die einzige Möglichkeit, vor einer CO-Vergiftung zuhause gewarnt zu werden. Die Sensoren messen die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft und warnen bei erhöhten Werten mit einem akustischen Signal.

Ebenso wichtig ist es, Heizungsanlagen und Feuerstätten regelmäßig fachgerecht überprüfen und warten zu lassen.

„Die Zeitumstellung ist der perfekte Anlass für einen kurzen Sicherheitscheck zu Hause. Regelmäßige Wartung macht Heizungsanlagen und Feuerstätten sicherer und effizienter. CO-Melder ergänzen diesen Schutz und warnen vor einer Gefahr, die wir selbst nicht wahrnehmen können“, erklärt Andreas Walburg vom Landesverband des Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen.

Zeitumstellung: Heizung an. CO-Melder auch?

Die Initiative “CO macht K.O.“ empfiehlt, die Zeitumstellung als festen Termin für einen Sicherheitscheck zuhause zu etablieren – und CO-Melder zu installieren. Bereits vorhandene Geräte sollten entsprechend den Herstellerangaben kontrolliert werden. Hinweise zur richtigen Montage und Bedienung von CO-Meldern gibt es unter: https://www.co-macht-ko.de/schutz-vor-kohlenmonoxid

Über die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen:

Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde im Jahr 2018 gegründet. Zu den Mitgliedern gehören der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), die Bundesarbeitsgemeinschaft Notärzte (BAND), der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik, die Deutsche Pelletinstitut GmbH (DEPI), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxid-Meldern.